Wenn selbst Luzifer Urlaub nehmen würde.
Wenn auch er, ausgebrannt, durch die Nachrichten scrollt und nur sagt:
„Na gut… das interessiert nicht einmal mich mehr…“
Dann geschieht etwas.
Wenn der Dirigent des Chaos den Taktstock niederlegt, weil die Dissonanz zu flach geworden ist,
wenn selbst die Dunkelheit sich langweilt, weil wir Menschen immer wieder dieselben Muster abspielen,
dann ist es vielleicht wirklich Zeit aufzuwachen.
Nicht wegen Dämonen bricht alles zusammen.
Auch nicht wegen Verschwörern geschehen Katastrophen.
Sondern weil das System eigenständig geworden ist
und die Menschen von selbst zerstören, was heilig, lebendig oder wahr ist.
Einander.
Und währenddessen ist die Seele einsam.
Das Herz… könnte noch fühlen.
Das göttliche Licht… ist nicht erloschen — es hat sich nur zurückgezogen
und wartet darauf, dass wir beginnen, es wieder zu suchen.
Diese Epoche ist nicht mehr der Kampf zwischen Gut und Böse.
Sie ist eine innere Entscheidung des Menschen:
Erinnert er sich noch daran, wer er wirklich ist?
Oder begnügt er sich damit, ein zerfallendes System zu „überleben“?
Denn wenn selbst Luzifer die kommende Zeit verschlafen würde,
dann können nur die Wachen uns daran erinnern,
dass etwas anderes noch möglich ist.