Und nicht nur in dir.

Als wäre alles zu stark angezogen.
Menschen explodieren – manchmal mit Worten, manchmal mit Taten.
Gefühle, die nicht jetzt entstanden sind, sondern bisher keinen Raum hatten, ausgesprochen zu werden.
Jetzt passen sie nicht mehr in die Körper.
Nicht in Beziehungen, nicht in Gemeinschaften, nicht in die Welt, nicht einmal in die Nachrichten.

Die Gesellschaft gleicht einem zu fest verschlossenen Glas.
Jemand hat vergessen, den Druck abzulassen.
Darum spannt es. Darum zittert es. Darum bricht es.

Die Systeme, die die Welt tragen – technische, wirtschaftliche, politische – verhalten sich wie ein überlastetes Nervensystem.
Zuerst stockt es.
Dann meldet es Fehler.
Schließlich fährt es herunter oder bricht zusammen.

Vielleicht funktionieren sie nicht falsch.
Vielleicht zeigen sie genau dadurch, dass sie die Illusion nicht länger aufrechterhalten können.
Dass das Fundament, auf dem sie stehen, überholt ist.

Die Zahnräder drehen sich noch,
doch innen ist nichts mehr wirklich verbunden.

Das ist nicht das Ende der Welt.
Es ist das Ende der Welt, wie wir sie bisher kannten.