Ein harter Monatswechsel.
An vielen Orten kamen Nachrichten über Krankheit, Verletzlichkeit, Vergänglichkeit und Tod.
Wir werden auf körperlicher, seelischer und geistiger Ebene mit Verlust konfrontiert.
Und noch immer erfüllen starke Energien den Raum und fordern Aufmerksamkeit.
Kannst du in deiner Mitte bleiben?
Nicht immer.
Und wenn du aus dem Gleichgewicht gerätst, weil eine menschlich herausfordernde Situation auf die nächste folgt, dann hast du nicht versagt. Ganz im Gegenteil.
Erlaube es.
Es ist in Ordnung, wenn sich der Boden gerade näher anfühlt und selbst kleine Sorgen schwerer wiegen als das Fliegen.
Das ist verständlich.
Falschheit, Täuschung und Niedertracht prüfen selbst die Festigkeit von Felsen.
Auf individueller wie kollektiver Ebene heilen Ohnmacht und Opferbewusstsein.
Lass die instabile Welt zusammenbrechen, wenn sie zusammenbrechen muss.
Und lass es schmerzen, wenn es schmerzt.
Die Neuordnung schreitet mit riesigen Schritten voran.
Auch wenn du wegblickst — der Felssturz hat bereits begonnen. Der Berg wird sich bewegen, und schlimmstenfalls gerätst du darunter.
Und was darunter begraben bleibt, wird nicht vom Gewicht der Realität verschüttet, sondern von der Verleugnung.
Du hast die Risse schon lange gesehen.
Du hast das Beben und Donnern längst gespürt.
Das alles begann nicht erst jetzt.
So zu tun, als würde sich nichts verändern, gehört zur alten Haltung.
Und vielleicht fragst du dich:
„Warum geschieht mir das alles?“
Doch dies ist nicht mehr der Raum, in dem Schuldige und Ursachen gesucht werden müssen.
Dies ist der Raum, in den du zurückkehren kannst — dorthin, wo du dich auf deinem Weg von deinem wahren Wesen entfernt hast:
Zu dir selbst.
So schmerzhaft diese Erfahrung auch sein mag — sie hebt dich an.
Und wenn du trotz allem spürst, dass dies nicht das Ende sein kann, dass all das einen Sinn und ein Ziel haben muss, dann vertraue diesem Gefühl.
Du irrst dich nicht.
Wir setzen uns in einer neuen Qualität wieder zu einem Ganzen zusammen.
Die unaufhaltsame Lawine erschafft einen neuen Boden und eine neue Oberfläche — und befreit uns gleichzeitig.
Auf ihr können wir uns wieder sicher einander nähern.
Denn du beginnst, das Leben anzunehmen.
Du erlaubst endlich dem zu sein, wogegen du dich so lange gewehrt hast.
Die Freiheit der Ganzheit.
Ildikó Dajbukát
spiritenergy.hu
Foto: Pinterest