Wir erklären die Welt auf hundert Arten,

wir haben die Gesellschaft millionenfach analysiert
und dabei unbemerkt vergessen:
Der Mensch ist kein Werkzeug.
Keine Statistik. Keine Masse. Keine Daten.

Er ist derjenige, der still leidet.
Der, der viel zu lange allein war.
Dessen Schmerz von Schreibtischen aus,
auf rein theoretischer Ebene, verharmlost wird.

Wir sind zu mechanisch geworden.
Der Verstand rechnet, sortiert, benutzt.
Beziehungen?
Eher mentale Kontrolle als echtes Interesse.

Der Mensch ist zur Funktion geworden.
Angestellter. Systemelement. Verbrauchsgut.
Wozu kann ich dich gebrauchen?
Das ist die Frage geworden.

Welche Nummer hast du bekommen?
In welchem Büro, auf welchem Formular bist du erfasst?
Hat man bereits über dein Schicksal entschieden?

Wo bist du geblieben, Mensch?
Wer bist du?

Wir sind füreinander unsichtbar geworden.
Deine Leistung ist bekannt — weil sie zählt,
aber dein Blick ist fremd.
Dein Name steht auf einer Liste,
doch dein Wesen ist nirgends zu finden.

Wo können all diese Menschen einander wieder begegnen?

Dort, wo man hinsieht.
Wo man nicht bewertet, sondern fühlt.
Wo man nicht benutzen will, sondern sich verbindet.

Und dort erinnern wir uns vielleicht wieder:
Wir sind keine Daten.
Keine Rollen.
Keine Zahlen.

Wir sind GEGENWART.
Präsenz.
Füreinander.

Ich bin Dajbukát Ildikó.
Ich glaube daran, dass wir uns in der Liebe wiederfinden.
Melde dich — und sag mir: Wer bist du?