Weil es dort niemanden mehr gibt, auf den man zeigen kann.

Keinen Lehrer, keine Ausrede, keine äußere Wahrheit.
Nur dich — nackt.
Mit deinen Absichten, deiner Schöpfung, deiner Präsenz.

Und das ist beängstigend.
Nicht weil es dunkel ist, sondern weil es alles erhellt.
Weil es all die kleinen Geschichten auflöst, hinter denen du dich bisher verborgen hast.

In deinem göttlichen Raum kannst du nicht klein bleiben.
Du kannst das wahre Leben nicht länger aufschieben.
Dort gibt es keine äußere Erlaubnis.
Du bist die Erlaubnis.

Und das ist die größte Freiheit —
doch lange halten wir sie für eine Lüge.

Erschütternd…
Denn wenn so viel Licht in mir ist,
warum habe ich so lange im Schatten gelebt?
Wenn ich göttlich bin, wo war ich dann?
Warum habe ich Wunder von anderen erwartet?

Bist du unsicher?
Diese Angst ist die Bindung an das bisher Gelernte.
Der Widerstand kommt nicht aus dem Herzen,
sondern aus dem Wissen: Das hier ist die Wahrheit.

Und Wahrheit bewegt.
Sie lässt uns nicht mehr in alte Rollen zurückkehren.

Den eigenen göttlichen Raum zu betreten
ist der Moment, in dem wir nicht mehr fragen: „Darf ich?“
Denn wir wissen: Wir sind es, die antworten.