In dem Moment, in dem jemand erklärt: „Ich kenne den Weg, folge mir“, sollte man sich bereits die Frage stellen, ob dieser Weg tatsächlich zur Wahrheit führt oder ob jemand nur seinen eigenen Weg zur Wahrheit erklären möchte.
Heute gibt es für fast alles einen Kurs, eine Methode, ein System und eine fertige Erklärung. Auch dafür, wie dein Bewusstsein funktioniert, warum dir das widerfährt, was dir widerfährt, was du erkennen, loslassen, umschreiben oder anders denken solltest.
Und am Ende landen wir immer wieder an derselben Stelle: Jemand entwickelt aus dem, was er verstanden, erlebt oder für wahr befunden hat, ein eigenes System und beginnt anschließend, anderen beizubringen, wie sie sich selbst und das Leben sehen sollten.
Man kann daraus durchaus etwas lernen. Auch ich habe von vielen Menschen und mit ganz unterschiedlichen Methoden gelernt.
Aber für mich gibt es einen großen Unterschied zwischen jemandem, der mir eine Perspektive anbietet, die ich selbst prüfen kann, und jemandem, der mir erklärt, wie ich funktioniere und was die Wahrheit über mich ist.
Wenn du ein System aufbaust, das auf deinen eigenen Vorstellungen von der Wahrheit beruht, zum Beispiel über das Bewusstsein oder das Abnehmen, und dieses anschließend anderen beibringst, gibst du dem Verstand letztlich nur eine weitere Schablone.
Krishnamurti sagte einmal, dass die Wahrheit ein pfadloses Land ist ...
Zwischen Himmel und Erde,
Dajbukát Ildikó
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