Dabei ist nicht alles in Ordnung.
Es gibt Dinge, die ich immer noch nicht lösen konnte. Auf manches warte ich schon lange. Manches tut weh. Etwas habe ich verloren. Und es gibt Fragen, auf die ich vielleicht niemals eine Antwort bekommen werde.
Aber heute Morgen bin ich aufgewacht.
Mein Herz schlägt. Ich atme. Ich kann aufstehen. Ich kann aus dem Fenster schauen. Ich spüre die Sonne auf meinem Gesicht. Ich kann einen Kaffee trinken. Ich kann den Menschen anrufen, den ich liebe. Ich kann arbeiten. Ich kann lachen. Ich kann noch etwas verändern.
Das sind so alltägliche Dinge, dass wir sie kaum wahrnehmen.
Bis eines davon plötzlich nicht mehr da ist.
Oft denken wir, dass wir dankbar sein werden, wenn endlich alles zusammenpasst.
Wenn wir endlich dort angekommen sind, wo wir schon längst hätten sein sollen.
Doch währenddessen geht das Leben weiter.
Und vielleicht bemerkst du gar nicht, wie viel du bereits hast, während du nur darauf schaust, was dir noch fehlt.
Auch ich bin noch nicht in allen Bereichen dort, wo ich gerne wäre.
Aber ich bin auch nicht mehr dort, wo ich einmal war.
Ich bin auf meinem Weg, genau wie du. Wir sind auf dem Weg nach Hause.
Ich habe Dinge überlebt, von denen ich damals dachte, dass sie mich zerbrechen würden. Ich habe falsche Entscheidungen getroffen. Ich habe neu angefangen. Ich lag am Boden. Ich bin wieder aufgestanden. Ich habe Menschen verloren. Andere gefunden. Und während all dem habe auch ich mich verändert.
Deshalb sage ich heute nicht Danke, weil mein Leben perfekt ist.
Sondern weil es mein Leben ist.
Weil ich noch mittendrin bin.
Und solange ich noch hier bin, ist meine Geschichte noch nicht zu Ende.
Dajbukát Ildikó